Steuern sparen aber wie?

Steuern sparen aber wie? –  Neben den richtigen Tipps für die Erklärung, sollte man sich auch Gedanken über die Art der Abgabe machen. Es stellt sich dadurch immer die Frage mit oder ohne Steuerberater?

Steuern sparen aber wie?

Es gibt heutzutage einige Möglichkeiten die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Zum einen gibt es die Möglichkeit über Elster oder über eine externe Software. Es gibt aber auch die Möglichkeit die Steuererklärung über einen Steuerberater anfertigen zu lassen. Doch welche Vorteile und Nachteile bietet der Steuerberater oder Elster?

Steuererklärung (offline)

Früher war man gezwungen die Steuererklärung per Hand abzugeben. Heute ist das zwar nicht mehr notwendig, aber teilweise noch möglich. Einige Finanzbeamte bestehen aber auf die Übermittlung per Elster, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen.

Wer will, kann auch heute noch die Steuererklärung per Hand ausfüllen und per Post an das Finanzamt schicken. Der Vorteil ist, dass die Formulare kostenlos von der Homepage des Finanzamts heruntergeladen werden können. Die letzten beiden Jahre können auch beim Finanzamt vor Ort abgeholt werden. Das heißt, dass keine Kosten anfallen. Der Nachteil ist aber, dass keine Hilfestellung vorhanden ist. Man ist also gezwungen sich selbst in das Thema einzulesen. Eine kleine Hilfestellung finden sie hier. Aber auch der KONZ ist eine Möglichkeit hier einfach Steuern zu sparen.

Steuererklärung (Elster)

Von Seiten des Finanzamtes gibt es auch die Möglichkeit die Steuererklärung per Elster einzureichen. Der Vorteil ist, dass es kostenlos ist. Die Unterlagen werden Online an das Finanzamt übermittelt. Damit spart man sich den Papieraufwand. Nur in seltenen Fällen fordert das Finanzamt noch Belege an. Es muss jedoch eine unterschriebene Erklärung an das Finanzamt geschickt werden.

Der Nachteil an Elster ist, dass es keine Steuertipps gibt. Diese Steuertipps können oft mehr Geld Wert sein als die kostenlose Steuererklärung. Im Durchschnitt holt ein Steuerberater bzw. eine Steuersoftware 400 € mehr aus der Steuererklärung als Sie selbst. Das hat das Statistische Bundesamt für die vergangenen Jahre nachgewiesen.

Der Kostenpunkt liegt hier bei 0,00 €.

Steuererklärung (Software)

Wenn man etwas mehr Steuern sparen will, dann sollte man die Steuererklärung mit einer Software erledigen. Die Unterschiede liegen zum einen darin, ob man die Steuersoftware herunterlädt oder ob die Steuererklärung online ausgefüllt werden kann. Es kann aber auch Unterschiede innerhalb der Programme geben.

Zum sofort Starten eignen sich smartsteuer oder Steuertipps, hier kann man die Steuererklärung sofort online ausfüllen und übermitteln. Der Vorteil ist, dass man auch den ein oder anderen Steuertipp erhält. Die Preise für eine Steuererklärung fangen je nach Software bei 30 € (WISO) an.

Unten finden Sie den Schnellrechner von smartsteuer. Mit dem Schnellrechner können Sie schnell und einfach ausrechnen, ob sich die Abgabe lohnt. Als Arbeitnehmer trifft dies oftmals zu, da man Werbungskosten erst nachträglich geltend machen kann.

Kostenpunkt ca. 30,00 €.

Steuererklärung (Steuerberater)

Hier scheiden sich die Geister. Viele raten eine Software zu verwenden. Aber es lohnt sich nicht immer. In einigen Fällen sollte man den Steuerberater aufsuchen. Am besten arbeitet man mit dem Steuerberater, wenn man alle zwei bis vier Jahre einen Steuerberater aufsucht.

Der Steuerberater muss nicht unbedingt die „teuerste“ Lösung sein. Wie auch oben schon erwähnt, kann der Steuerberater besonders auf die persönlichen Verhältnisse eingehen. Diese Möglichkeit hat die Software nicht. Auf diese Weise kann der Steuerberater noch den einen oder anderen Euro mehr heraus holen.

Diese Mehrausgaben können sich aber lohnen, da die Kosten für den Steuerberater als Werbungskosten angesetzt werden. Was sich preislich nur selten lohnt, ist der Lohnsteuerhilfeverein. Man hat hier nur eingeschränkte Möglichkeiten, da diese nicht so umfangreich beraten und beraten dürfen wie ein Steuerberater. Das sollte man immer bedenken.

Kostenpunkt für den Steuerberater nach der Steuerberater-vergütungsverordnung ab 150 €.

Zu raten ist daher die Steuererklärung über eine Software wie smartsteuer oder Steuertipps zu machen und alle zwei bis vier Jahre einen örtlichen Steuerberater aufzusuchen. Das Beratungsgespräch ist günstiger und eignet sich die nächsten Etappen der Lebensplanung abzustecken. Denken Sie immer daran, ein Steuerberater hilft Ihnen sparen. Das kann bei der Familiengründung, Unternehmensgründung oder beim Hausbau sein.

Auf die Frage „Steuern sparen aber wie?“ gibt es noch die Möglichkeit sich hier weiter zu klicken.

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Steuern sparen als Arbeitnehmer! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Arbeitnehmer ist kein Hexenwerk. Jeder Arbeitnehmer kann zumindest ein paar Euro Steuern sparen. Das liegt daran, dass bei der monatlichen Abrechnung nicht alle persönlichen Verhältnisse bedacht werden!

Mit dieser Steuerspar-Checkliste können Sie noch den ein oder anderen weiteren Euro zurückholen.

Steuern sparen als Arbeitnehmer

Steuern kann man dann sparen, wenn man über die gesetzlichen Freibeträge kommt und damit überhaupt erst einmal Steuern zahlt. Diese Freibeträge sind zum einen der Grundfreibetrag, der Arbeitnehmerpauschbetrag und Sonderausgabenpauschbetrag. In Summe zahlt man also in 2016 ab 9.598 € und in 2017 ab 9.858 € Einkommensteuer.

Fahrtkosten

Das wichtigste zuerst. Jeder Arbeitnehmer muss zur Arbeit. Sofern der Arbeitgeber also kein Auto zur Verfügung stellt, kann der Arbeitnehmer pro Entfernungskilometer 30 Cent ansetzen.

Das klingt zwar relativ wenig, aber in der Summe kommen hier enorme Beträge als Werbungskosten zusammen. Sobald man mit den Fahrtkosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 € übersteigt, fängt das Steuern sparen an.

Mit den Fahrtkosten übersteigt man den Betrag ab dem 15. Entfernungskilometer. Das heißt bei 15 Kilometern und 240 Arbeitstagen liegt der Werbungskostenabzug bei 1.080 und damit 80 € über dem Pauschbetrag.

Reisekosten

An zweiter Stelle die Reisekosten. Zu den Reisekosten zählen auch kurze Fahrten für den Arbeitgeber. Wenn Sie also die Post für den Arbeitgeber holen oder Termine mit Kunden wahrnehmen, dann können Sie auch hierfür Werbungskosten abziehen. Anders als bei den Fahrtkosten für Fahrten Wohnung und erste Tätigkeitsstätte können diese je Fahrtkilometer angesetzt werden.

Auch für Fahrten zu Fortbildungen können diese 30 Cent angesetzt werden. Es gilt also immer die Kilometer aufzuschreiben. Nur mit einem Nachweis können die Kilometer auch geltend gemacht werden.

Das effektive Steuern sparen als Arbeitnehmer beginnt also mit der richtigen Aufzeichnung.

Fortbildungskosten

Zu den Reisen zählen wie oben erwähnt auch die Fortbildungskosten. Es muss sich dabei nicht nur um Fortbildungen handeln die der Arbeitgeber zahlt. Auch Fortbildungen wie Sprach- und Computerkurse können steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Verpflegungsmehraufwendungen

Neben den Fahrtkosten zu Fortbildungen und geschäftlichen Terminen, können Sie auch noch die Verpflegungsmehraufwendungen absetzen. Diese haben steuerlich meist eine hohe Auswirkung. Verpflegungsmehraufwendungen können Sie für eintägige Reisen in Höhe von 12 € abziehen, sobald die Reise länger als 8 Stunden dauert. Bei Mehrtägigen Reisen können für An- und Abreisetage je 12 € und für volle Tage dazwischen 24 € absetzen.

Arbeitszimmer

Auch das Arbeitszimmer ist für viele Arbeitnehmer immer wichtiger. Es kommt häufiger vor, dass der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz mehr zur Verfügung stellt. Aus diesem Grund kann man entweder bis zu 1.250 € als Werbungskosten ansetzen oder die vollen Werbungskosten. Das ist abhängig vom Arbeitsverhältnis.

Ansetzen können Sie dann auch die anteilige Miete, Nebenkosten und andere Aufwendungen die mit der Wohnung oder dem Haus in Verbindung stehen. Diese sind nach Quadratmetern zuzuordnen. Um das Verfahren zu beschleunigen, sollte ein Grundriss mitgeschickt werden, auf welchem das Arbeitszimmer eingezeichnet ist.

Literatur

Zu den Fort- und Weiterbildungskosten zählt auch die Literatur. Das heißt, es können die Kosten für sämtliche Zeitschriften und Bücher angesetzt werden. Wichtig ist, dass sie mit der Arbeit in Verbindung stehen. Nicht angesetzt werden kann der Roman, den Sie im Urlaub lesen.

Beiträge

Wenn man Mitglied von Berufsverbänden ist, kann man die gezahlten Beiträge als Werbungskosten ansetzen. Das trifft auch Beiträge für Verdi und IG-Metall. Aber auch Ärzte, Steuerberater und andere Kammermitglieder können diese Beiträge ansetzen.

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren können bis zu 16 € ohne Nachweis angesetzt werden. Erst bei höheren Werbungskosten müssen diese nachgewiesen werden. Ein kostenloses Girokonto bietet die Comdirect oder auch Consorsbank.

Arbeitsmittel

Arbeitsmittel können bis zu 110 € ohne Nachweis abgezogen werden. Diese Arbeitsmittel umfassen alle Materialien, die Sie zur täglichen Arbeit benötigen. Zu den Arbeitsmitteln zählen aber auch das berufliche Smartphone und er berufliche Laptop oder Tablet.

Doppelter Haushalt

Steuerlich eine erhebliche Auswirkung hat der doppelte Haushalt. Dieser wirkt sich schon ab dem ersten Euro aus. Doppelter Haushalt bedeutet, dass man an meinem Ort wohnt und einen Zweitwohnsitz am Arbeitsort hat.

Sollte dies der Fall sein, dann können Sie alle Kosten die am Arbeitsort anfallen steuerlich geltend machen. Das heißt Miete, Nebenkosten und Dinge des täglichen Bedarfs. In einigen Städten gibt es eine Zweitwohnsitzsteuer, auch diese können Sie absetzen.

Umzugskosten

Sollten Sie aus beruflichen Gründen umziehen müssen, dann können Sie auch die Umzugskosten geltend machen. In 2016 können Sie folgende Beträge geltend machen:

  • bei Ledigen pauschal 746 €
  • Verheiratete erhalten pauschal 1.493 €
  • für jede weitere Person im Haushalt gibt es Pauschal 329 €

Ab 2017 erhöhen sich die Pauschbeträge auf:

  • bei Ledigen pauschal 764 €
  • Verheiratete erhalten pauschal 1.528€
  • für jede weitere Person im Haushalt gibt es Pauschal 337 €

Den speziellen Nachhilfeunterricht können Sie in Höhe von 1.882 € in 2016 und 1.926 € in 2017 ansetzen.

Bewerbungskosten

Für den Wechsel des Arbeitgebers können Sie auch noch pauschal Werbungskosten in Höhe von 50 € ansetzen. Sofern nicht weitere Aufwendungen wie Fahrtkosten, Unterlagenbeschaffung und anderes entstanden sind.

Lohnsteuerermäßigungsantrag

Der Lohnsteuerermäßigungsantrag ist kein Steuertrick, sondern eine Möglichkeit während des Jahres mehr Liquidität zu schaffen. Es ist eine Art Vorab-Steuererklärung. Dies lohnt sich, wenn man jährlich wiederkehrende erhebliche Werbungskosten hat. Der Antrag muss von Ihnen bis zum 30.11. für das folgende Jahr gestellt werden.

Steuerberater

Wenn Sie steuerlich beraten sind, dann können Sie die Kosten für den Steuerberater auch ansetzen. Sollten Sie sich also zur Anlage N beraten lassen, dann können sie diese Kosten geltend machen. Das gilt auch für die Erledigung der Steuererklärung. Wie Sie Ihre Einkommensteuererklärung machen können lesen Sie hier.

Steuersoftware

Viele Arbeitnehmer erledigen Ihre Steuererklärung nicht über Elster, sondern über bessere Anwendungen. Der Vorteil von anderen Anwendungen wie Smartsteuern, Steuertipps oder WISO ist, dass diese Steuertipps liefern. Diese Steuertipps zum Steuern sparen sind direkt eingebaut. Auch die Kosten für die Anschaffung können Sie bei der Steuererklärung geltend machen.

Ebenfalls absetzbar als Werbungskosten ist die Literatur, welche Du dazu nutzt, dass Du die Steuererklärung erstellst. Ein Beispiel ist der KONZ, die Kosten dafür können abgesetzt werden.

Weitere Steuer-Spar-Chancen:
  • Spendenpauschale bis 110 €
  • Handwerkerleistungen (Arbeitsstunden auf der Nebenkostenabrechnung)
  • Steuerklassenwechsel bei Ehegatten von IV / IV auf III / V

Steuern sparen als Arbeitnehmer ist möglich. In einigen Fällen kann man noch wesentlich mehr Geld zurück holen. Im Durchschnitt liegt die Erstattung bei jährlich 875 € pro Arbeitnehmer. Diese Checkliste ist noch nicht vollständig aber auf diese Weise lassen sich Steuern sparen als Arbeitnehmer.

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Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.