Steuern sparen als Rentner! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Rentner – Steuern sparen muss mit dem Alter nicht aufhören. Vor allem bei einer geringen Rente sollten Sie sich darüber Gedanken machen. Jeder Euro zählt schließlich. Dabei können Ihnen Ihre Kinder und Enkel helfen. Wichtig ist, geben Sie eine Steuererklärung ab.

Steuern sparen als Rentner

Seit dem Alterseinkünftegesetz sind immer mehr Rentner steuerpflichtig. Aus diesem Grund sollten Sie eine Steuererklärung abgeben. Tun Sie es nicht, handelt es sich um Steuerhinterziehung.

Aber nur weil Sie steuerpflichtig sind, müssen Sie nicht auch Steuern zahlen. Vor allem dann, wenn Sie noch den ein oder anderen Euro an Steuern sparen können.

Wen trifft es?

Zu aller Erst welche Rentner werden steuerpflichtig? Es trifft die Rentner die mit dem steuerpflichtigen Teil der Rente den Grundfreibetrag übersteigen. Steuerpflichtig sind alle Einkünfte die den Betrag von 8.700 € in 2016 übersteigen. In 2017 ergibt sich eine steuerfreie Grenze aus Grundfreibetrag, Sonderausgabenpauschbetrag und Pauschbetrag für Renteneinkünfte 8.960 €.

Steuerpflichtig ist auch nur der Besteuerungsanteil der Rente. Dieser steigt seit 2005 von 50 % auf 100 % in 2040. Das Ziel war eine einheitliche Besteuerung von Renten und Pensionen.

Die Einzelheiten können Sie nachfolgend lesen.

Besteuerungsanteil für Rentner

Die Rente, die Ihnen ausgezahlt wird ist nicht zu 100 % steuerpflichtig. In 2016 sind 72 % der Rente steuerpflichtig und in 2017 74 % (2018: 76 %). Sie sehen also, je später Sie in Rente gehen, desto mehr wird steuerpflichtig.

Versorgungsfreibetrag

Für Beamte gibt es ein ähnliches Vorgehen. Jedoch kommen Pensionäre in den Genuss des Versorgungsfreibetrags. Dieser beläuft sich in 2016 auf 22,4 % maximal 1.680 € und 504 € über den Zuschlag. In 2017 vermindern sich diese Beträge auf 20,8 % maximal 1.560 € und 468 €. Diese Beträge werden im Rahmen des Alterseinkünftegesetzes abgeschmolzen.

Damit ergeben sich für 2016 steuerfreie Einnahmen in Höhe von 2.184 € und 2017 2.028 €. Dieser Anteil der Pension bleibt lebenslang steuerfrei.

Altersentlastungsbetrag

Neben dem steuerfreien Teil der Rente und Pension haben Rentner auch noch Anspruch auf den Altersentlastungsbetrag. Dieser beläuft sich in 2016 auf 22,4 % und maximal 1.064 €. Der Entlastungsbetrag wird aber nur steuerpflichtigen gewährt, welche neben der Rente oder Pension noch weitere Einkünfte haben.

Die Einkünfte wären zum Beispiel die aus Kapitalvermögen, Selbstständige Arbeit oder Vermietung.

Webungskostenpauschbetrag

Der Werbungskostenpauschbetrag für Rentner beläuft sich auf 102,00 €. Sollten Sie jedoch höhere Werbungskosten haben, dann können Sie diese steuerlich geltend machen.

Diese Kosten wären zum Beispiel die Kosten für die Online-Steuererklärung von Steuertipps oder smartsteuer. Aber auch die Kosten für den Steuerberater würden hierunter fallen. Weitere Werbungskosten wären aber auch Altlasten aus der Tätigkeit. Das wären zum Beispiel die Zinsen aus dem Studienkredit.

Sonderausgaben

Unter die Kategorie Sonderausgaben fallen Versicherungen und Kirchensteuer. Beachten Sie aber, dass meistens nur die Kranken- und Pflegeversicherung eine Auswirkung hat. Sollten keine Sonderausgaben vorliegen, dann erhalten Sie zumindest den Sonderausgabenpauschbetrag in Höhe von 36 €.

Außergewöhnliche Belastungen

Im Alter wird man immer wieder mal krank. Wenn Sie immer häufiger ein Gast beim Arzt sind und viele Medikamente benötigen, dann sollten Sie die Belege aufheben. Sie können Ihre Krankheitskosten steuerlich geltend machen!

Um eine Wirkung zu erzielen, müssen Sie jedoch erst die zumutbare Belastung überschreiten. Diese beträgt 5 % bis 7 % des Gesamtbetrags der Einkünfte.

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Wenn Sie im Haushalt Hilfe benötigen, können Sie diese auch steuerlich geltend machen. Diese Hilfe kann im Rahmen eines haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnis erfolgen. Die Möglichkeit wäre entweder über ein Mini-Job oder ein sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis erfolgen.

Bei einem Mini-Jobber beläuft sich der Abzug auf 20 % maximal 510 €. Sollten Sie eine voll sozialversicherungspflichtige Person anstellen, dann können Sie ebenfalls 20 % aber maximal 4.000 € geltend machen.

Handwerkerleistungen

Für handwerkliche Hilfen im Haushalt können Sie 20 % maximal 1.200 € geltend machen. Der Abzug beschränkt sich auf die Lohnkosten. Die Materialkosten sind als Abzug ausgeschlossen.

Mini-Job

Es müssen nicht immer Steuern gespart werden. Es gibt auch die Möglichkeit zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Dies kann im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses erfolgen (Mini-Job).

Die Einkünfte aus dem Mini-Job müssen nicht in der Steuererklärung angegeben werden. Das hat zur Folge, dass sich das zu versteuernde Einkommen nicht erhöht. Das liegt daran, dass die Besteuerung pauschal erfolgt.

Kinder und Enkel

Steuern sparen können Sie aber auch mit Ihren Kindern und Enkeln. Die Möglichkeit sollten Sie in Betracht ziehen. Dabei eignet sich die frühzeitige Übertragung von Vermögen. Sollten Sie mehr über das Thema wissen wollen, können Sie hier (Kinder im Steuerrecht) und hier (Erben und Schenken) weiterlesen.

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Steuern sparen als Arbeitnehmer! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Arbeitnehmer ist kein Hexenwerk. Jeder Arbeitnehmer kann zumindest ein paar Euro Steuern sparen. Das liegt daran, dass bei der monatlichen Abrechnung nicht alle persönlichen Verhältnisse bedacht werden!

Mit dieser Steuerspar-Checkliste können Sie noch den ein oder anderen weiteren Euro zurückholen.

Steuern sparen als Arbeitnehmer

Steuern kann man dann sparen, wenn man über die gesetzlichen Freibeträge kommt und damit überhaupt erst einmal Steuern zahlt. Diese Freibeträge sind zum einen der Grundfreibetrag, der Arbeitnehmerpauschbetrag und Sonderausgabenpauschbetrag. In Summe zahlt man also in 2016 ab 9.598 € und in 2017 ab 9.858 € Einkommensteuer.

Fahrtkosten

Das wichtigste zuerst. Jeder Arbeitnehmer muss zur Arbeit. Sofern der Arbeitgeber also kein Auto zur Verfügung stellt, kann der Arbeitnehmer pro Entfernungskilometer 30 Cent ansetzen.

Das klingt zwar relativ wenig, aber in der Summe kommen hier enorme Beträge als Werbungskosten zusammen. Sobald man mit den Fahrtkosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 € übersteigt, fängt das Steuern sparen an.

Mit den Fahrtkosten übersteigt man den Betrag ab dem 15. Entfernungskilometer. Das heißt bei 15 Kilometern und 240 Arbeitstagen liegt der Werbungskostenabzug bei 1.080 und damit 80 € über dem Pauschbetrag.

Reisekosten

An zweiter Stelle die Reisekosten. Zu den Reisekosten zählen auch kurze Fahrten für den Arbeitgeber. Wenn Sie also die Post für den Arbeitgeber holen oder Termine mit Kunden wahrnehmen, dann können Sie auch hierfür Werbungskosten abziehen. Anders als bei den Fahrtkosten für Fahrten Wohnung und erste Tätigkeitsstätte können diese je Fahrtkilometer angesetzt werden.

Auch für Fahrten zu Fortbildungen können diese 30 Cent angesetzt werden. Es gilt also immer die Kilometer aufzuschreiben. Nur mit einem Nachweis können die Kilometer auch geltend gemacht werden.

Das effektive Steuern sparen als Arbeitnehmer beginnt also mit der richtigen Aufzeichnung.

Fortbildungskosten

Zu den Reisen zählen wie oben erwähnt auch die Fortbildungskosten. Es muss sich dabei nicht nur um Fortbildungen handeln die der Arbeitgeber zahlt. Auch Fortbildungen wie Sprach- und Computerkurse können steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Verpflegungsmehraufwendungen

Neben den Fahrtkosten zu Fortbildungen und geschäftlichen Terminen, können Sie auch noch die Verpflegungsmehraufwendungen absetzen. Diese haben steuerlich meist eine hohe Auswirkung. Verpflegungsmehraufwendungen können Sie für eintägige Reisen in Höhe von 12 € abziehen, sobald die Reise länger als 8 Stunden dauert. Bei Mehrtägigen Reisen können für An- und Abreisetage je 12 € und für volle Tage dazwischen 24 € absetzen.

Arbeitszimmer

Auch das Arbeitszimmer ist für viele Arbeitnehmer immer wichtiger. Es kommt häufiger vor, dass der Arbeitgeber keinen Arbeitsplatz mehr zur Verfügung stellt. Aus diesem Grund kann man entweder bis zu 1.250 € als Werbungskosten ansetzen oder die vollen Werbungskosten. Das ist abhängig vom Arbeitsverhältnis.

Ansetzen können Sie dann auch die anteilige Miete, Nebenkosten und andere Aufwendungen die mit der Wohnung oder dem Haus in Verbindung stehen. Diese sind nach Quadratmetern zuzuordnen. Um das Verfahren zu beschleunigen, sollte ein Grundriss mitgeschickt werden, auf welchem das Arbeitszimmer eingezeichnet ist.

Literatur

Zu den Fort- und Weiterbildungskosten zählt auch die Literatur. Das heißt, es können die Kosten für sämtliche Zeitschriften und Bücher angesetzt werden. Wichtig ist, dass sie mit der Arbeit in Verbindung stehen. Nicht angesetzt werden kann der Roman, den Sie im Urlaub lesen.

Beiträge

Wenn man Mitglied von Berufsverbänden ist, kann man die gezahlten Beiträge als Werbungskosten ansetzen. Das trifft auch Beiträge für Verdi und IG-Metall. Aber auch Ärzte, Steuerberater und andere Kammermitglieder können diese Beiträge ansetzen.

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren können bis zu 16 € ohne Nachweis angesetzt werden. Erst bei höheren Werbungskosten müssen diese nachgewiesen werden. Ein kostenloses Girokonto bietet die Comdirect oder auch Consorsbank.

Arbeitsmittel

Arbeitsmittel können bis zu 110 € ohne Nachweis abgezogen werden. Diese Arbeitsmittel umfassen alle Materialien, die Sie zur täglichen Arbeit benötigen. Zu den Arbeitsmitteln zählen aber auch das berufliche Smartphone und er berufliche Laptop oder Tablet.

Doppelter Haushalt

Steuerlich eine erhebliche Auswirkung hat der doppelte Haushalt. Dieser wirkt sich schon ab dem ersten Euro aus. Doppelter Haushalt bedeutet, dass man an meinem Ort wohnt und einen Zweitwohnsitz am Arbeitsort hat.

Sollte dies der Fall sein, dann können Sie alle Kosten die am Arbeitsort anfallen steuerlich geltend machen. Das heißt Miete, Nebenkosten und Dinge des täglichen Bedarfs. In einigen Städten gibt es eine Zweitwohnsitzsteuer, auch diese können Sie absetzen.

Umzugskosten

Sollten Sie aus beruflichen Gründen umziehen müssen, dann können Sie auch die Umzugskosten geltend machen. In 2016 können Sie folgende Beträge geltend machen:

  • bei Ledigen pauschal 746 €
  • Verheiratete erhalten pauschal 1.493 €
  • für jede weitere Person im Haushalt gibt es Pauschal 329 €

Ab 2017 erhöhen sich die Pauschbeträge auf:

  • bei Ledigen pauschal 764 €
  • Verheiratete erhalten pauschal 1.528€
  • für jede weitere Person im Haushalt gibt es Pauschal 337 €

Den speziellen Nachhilfeunterricht können Sie in Höhe von 1.882 € in 2016 und 1.926 € in 2017 ansetzen.

Bewerbungskosten

Für den Wechsel des Arbeitgebers können Sie auch noch pauschal Werbungskosten in Höhe von 50 € ansetzen. Sofern nicht weitere Aufwendungen wie Fahrtkosten, Unterlagenbeschaffung und anderes entstanden sind.

Lohnsteuerermäßigungsantrag

Der Lohnsteuerermäßigungsantrag ist kein Steuertrick, sondern eine Möglichkeit während des Jahres mehr Liquidität zu schaffen. Es ist eine Art Vorab-Steuererklärung. Dies lohnt sich, wenn man jährlich wiederkehrende erhebliche Werbungskosten hat. Der Antrag muss von Ihnen bis zum 30.11. für das folgende Jahr gestellt werden.

Steuerberater

Wenn Sie steuerlich beraten sind, dann können Sie die Kosten für den Steuerberater auch ansetzen. Sollten Sie sich also zur Anlage N beraten lassen, dann können sie diese Kosten geltend machen. Das gilt auch für die Erledigung der Steuererklärung. Wie Sie Ihre Einkommensteuererklärung machen können lesen Sie hier.

Steuersoftware

Viele Arbeitnehmer erledigen Ihre Steuererklärung nicht über Elster, sondern über bessere Anwendungen. Der Vorteil von anderen Anwendungen wie Smartsteuern, Steuertipps oder WISO ist, dass diese Steuertipps liefern. Diese Steuertipps zum Steuern sparen sind direkt eingebaut. Auch die Kosten für die Anschaffung können Sie bei der Steuererklärung geltend machen.

Ebenfalls absetzbar als Werbungskosten ist die Literatur, welche Du dazu nutzt, dass Du die Steuererklärung erstellst. Ein Beispiel ist der KONZ, die Kosten dafür können abgesetzt werden.

Weitere Steuer-Spar-Chancen:
  • Spendenpauschale bis 110 €
  • Handwerkerleistungen (Arbeitsstunden auf der Nebenkostenabrechnung)
  • Steuerklassenwechsel bei Ehegatten von IV / IV auf III / V

Steuern sparen als Arbeitnehmer ist möglich. In einigen Fällen kann man noch wesentlich mehr Geld zurück holen. Im Durchschnitt liegt die Erstattung bei jährlich 875 € pro Arbeitnehmer. Diese Checkliste ist noch nicht vollständig aber auf diese Weise lassen sich Steuern sparen als Arbeitnehmer.

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