Steuern sparen als Anleger! – Die Checkliste!

Wenn Du es geschafft hast, dass Du mit der richtigen Strategie ein bisschen auf die Seite gelegt hast, dann stellt sich die Frage des Anlegens. In diesem Zusammenhang gibt es aber auch einige Strategien und Steuertipps, wie also Steuern sparen als Anleger?

Steuern sparen als Anleger

Während jeder Arbeitnehmer oder Unternehmer ganz einfach Steuern sparen kann, muss der Anleger etwas mehr aufwenden, um effektiv Steuern sparen zu können.

Anleger am Aktienmarkt haben das Problem, dass sie mit der Kapitalertragsteuer belastet werden. Der Nachteil bei der Kapitalertragsteuer ist, dass der Anleger nur den Sparerpauschbetrag als Werbungskosten gegenrechnen kann. Dieser Sparerpauschbetrag beträgt für Singles 801 € oder 1.602 € für verheiratete. Das heißt aber, dass die Fahrten zur Hauptversammlung oder die Kontoführungsgebühren nicht angesetzt werden.

Aus diesem Grund müssen sich Anleger schon etwas mehr einfallen lassen.

Die Vermögensverwaltung zum Steuern sparen!

Die Vermögensverwaltung bietet für Anleger die Möglichkeit Steuern zu sparen und das sogar mit einer effektiven Minderung der Steuerbelastung.

Der erste Schritt zur Gründung einer Vermögensverwaltenden Gesellschaft muss man mit einem Notar vornehmen. Die Gesellschaftsform kann eine UG, eine GmbH oder eine AG sein. Nachdem Notartermin müsst ihr ein Bankkonto eröffnen und die Stammeinlage erbringen.

Der Vorteil in diesem Zusammenhang ist, dass Ihr Betriebsausgaben absetzen könnt, auf denen ihr bisher sitzen geblieben seid. Die Besteuerung beträgt bei der Kapitalgesellschaft 30 %. Diese setzen sich zusammen aus der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer.

Steuervorteil für Aktienanleger

Die Steuervorteile für Aktienanleger sind überschaubar, aber effektiv. In diesem Zusammenhang findet eine 95 %tige Freistellung der Betriebseinnahmen statt. Das heißt, die Steuerbelastung, ermittelt auf Basis der 5 %, beträgt 1,5 %. Dementsprechend sollte man sich als Aktienanleger, der viel handelt, dieses Modell überlegen.

Anders sieht es aus bei Anlegern mit einer Dividendenstrategie. Wenn die Beteiligungsquote unterhalb der 10 % liegt, muss man die Ausschüttungen zu 100 % besteuern. Jedoch kann man natürlich alle Betriebsausgaben gegenrechnen. Das wären Reisekosten, Gehalt für den Geschäftsführer, Anschaffungen wie Laptop und andere Kosten.

Liegt die Beteiligungsquote über 10 %, sieht das ganz anders. Hier haben vor allem Beteiligungsunternehmen ebenfalls die am Anfang erwähnte Freistellung. Als Beispiel, wenn Du an einer GmbH mit Deiner GmbH zu über 10 % beteiligt bist, musst Du auch bei Ausschüttungen nur 5 % besteuern. Die restlichen 95 % sind steuerfrei gestellt. In der Folge musst Du auch in diesem Fall nur 1,5 % Steuern zahlen.

Steuervorteile für Vermieter

Die Steuervorteile für Vermieter, welche eine Vermögensverwaltung als Steuertool nutzen, sind weitreichender.

Es ist nämlich so, dass gemäß § 9 Nr. 1 GewStG Vermietungsunternehmen von der Gewerbesteuer freigestellt werden. Dieser Vorteil kann natürlich erheblich sein. Die Folge ist, dass die Gewinne aus der Vermietung nur noch mit 15 % Körperschaftsteuer und 5,5 % Solidaritätszuschlag belastet werden.

Das macht vor allem für private Anleger schon einen großen Unterschied aus, wenn man sich überlegt, dass wohlhabende Vermieter schnell bis zu 45 % Steuern auf Überschüsse zahlen muss. Wenn dann am Ende nur noch 15 % Steuern fällig werden, dann ist das für den Anleger ein Vorteil.

Steuertrick für Vermieter

Jetzt ist es so, dass man unterscheiden muss zwischen den unterschiedlichen Vorteilen. Im Privatvermögen können sich Immobilien vor allem am Anfang durch eine gezielte Kalkulation steuermindernd auswirken. Jedoch bietet das hier den größten Vorteil, denn wer steuerliche Verluste mit anderen Einkünften verrechnen kann, der sollte Immobilien am Anfang im Privatvermögen halten.

Im nächsten Schritt kann man die Immobilie an seine Gesellschaft veräußern. Das sogar steuerfrei. Man sollte immer bedenken, dass die Veräußerung einer Immobilie nach zehn Jahren steuerfrei ist. Eine Gesellschaft ist eine eigene Person, damit kann man seine im Privatvermögen gehaltene Immobilie an das Unternehmen veräußern.

Hier wäre ein Szenario mit einem Ratenkauf denkbar, damit schafft man Kapital steuerfrei und, sofern es dem Fremdvergleich standhält, ohne Problem aus der vermögensverwaltenden Gesellschaft.

Bitcoin GmbH

Es ist jedoch Vorsicht geboten. Der Handel mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin oder anderen Kryptowährungen sollte in der vermögensverwaltenden GmbH nicht vorgenommen werden. Das liegt daran, dass Kryptowährungen immaterielle Vermögensgegenstände darstellen.

Sollte man jedoch in der vermögensverwaltenden GmbH mit Kryptowährungen handeln, dann verliert man den Anspruch auf die Steuerbefreiung nach § 9 Nr. 1 GewStG. Die Folge wäre, dass man eine gewerblich tätige GmbH hat und das kann von Nachteil sein. Vor allem auch mit Blick auf die Beiträge zur IHK, hier sollte man wissen, dass die vermögensverwaltende GmbH von den Beiträgen befreit ist.

Buchempfehlungen!

Bücher für finanzielle Bildung!

YouTube-Empfehlung:

Steuern mit Kopf

Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.

Steuern sparen als Vermieter! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Vermieter – Als Vermieter sollte man immer bedenken, dass die Einkünfte einkommensteuerpflichtig sind. Aus diesem Grund muss man sich auch hier Gedanken mache, wie können Sie als Vermieter Steuern sparen? Aber auch, wie können Sie durch Vermietung gezielt Ihre Steuerlast minimieren.

Steuern sparen als Vermieter

Vermietung ist meist ein starres aber auch konstantes passives Einkommen. Das heißt, dass Sie im Normalfall bis auf wenige Mieterwechsel, Renovierungen und kleinere Verpflichtungen nichts mit dem Objekt zu tun haben. Also wie können Sie dann bei der Vermietung Steuern sparen?

Es funktioniert genauso wie auch bei anderen Einkunftsarten. Das heißt, durch Struktur, Planung und an alle Abzüge denken. Doch welche Abzüge gibt es eigentlich?

Fahrkosten

Wie bei allen anderen Einkunftsarten können Sie auch hier durch die Fahrtkosten Steuern sparen. Diese Fahrtkosten können mit 30 Cent je Kilometer angesetzt werden. Typische Fahrten sind bei einer Vermietung zum Beispiel die Fahrt zur Hauptversammlung, die Besichtigung der Immobilie oder auch beim Wechsel des Mieters. Das heißt jede Fahrt die Sie im Sinne der Vermietung ausführen kann mit 30 Cent je Kilometer angesetzt werden.

Beachten Sie aber, dass Fahrten bei der Besichtigung zum Kauf nicht als Werbungskosten abgezogen werden können, sondern zu den Anschaffungskosten zählen. Das heißt, diese müssen über die Laufzeit von 50 Jahren abgeschrieben werden.

Tipp: Rechtlich steht es Ihnen zu, dass Sie einmal pro Jahr die Immobilie besichtigen dürfen. Damit Sie sich über den Zustand der Wohnung oder des Hauses einen Überblick verschaffen können.

Bankgebühren

Viele Vermieter haben für ihre Immobilie ein gesondertes Bankkonto. Aus diesem Grund können Sie die Kontoführungsgebühren die für dieses Konto anfallen uneingeschränkt als Werbungskosten abgezogen werden.

Des Weiteren können die Schuldzinsen, die Sie für die Finanzierung des Objekts zahlen, als Werbungskosten abgezogen werden. Über die Finanzierung der Immobilie hat man Steuersparpotenzial. Die Schuldzinsen werden im besten Fall samt Tilgung durch den Mieter getragen.

Arbeitszimmer

Wenn Sie für Ihre Immobilien ein gesondertes Zimmer zur Aufbewahrung der Unterlagen oder zur Erledigung der Tätigkeit benötigen, dann können Sie diese Kosten als Werbungskosten absetzen. Es ist jedoch nicht jedem möglich. Die Finanzverwaltung akzeptiert dies meist nur, wenn mehrere Immobilien verwaltet werden. Eine bestimmte Anzahl gibt es nicht.

Zum Arbeitszimmer gehören neben der Miete und den Nebenkosten auch die Einrichtung des Zimmers. Wenn Sie in der eigenen Wohnung wohnen, dann können Sie alle laufenden Kosten anteilig absetzen. Das heißt, es wären Grundsteuer, Abwasser, Strom, Versicherung und Zinsen als Werbungskosten abziehbar.

66 % Regel Vermietung an Nahe Angehörige

Die wohl wichtigste Regel bei der Vermietung ist die 66 % Regel. Diese Regel sieht vor, dass die Miete mindestens 66 % der ortsüblichen entsprechen muss. Sollte das nicht der Fall sein, wird das Finanzamt die Werbungskosten entsprechend kürzen. Das kann teuer werden. Stellen Sie sich vor, dass Sie von allen Werbungskosten nur noch 50 % abziehen können und die restlichen 50 % selbst bezahlen müssen.

Beachten Sie, dass 66,01 % mehr als 66 % ist. Das ergibt sich aus dem Gesetzestext.

sonstige Anschaffungen

Zu den Werbungskosten zählen auch die Anschaffungen die Sie im Rahmen der Vermietungen haben. Das heißt die Anschaffung eines Laptops, eines Schreibtisches oder eines Smartphone. Diese Liste kann noch erweitert werden und ist grundsätzlich nicht begrenzt.

Diese Anschaffungen werden über eine bestimmte Laufzeit abgeschrieben. Sollte es sich um geringwertige Wirtschaftsgüter handeln, können diese sofort abgeschrieben werden.

Laufende Kosten

Zu den laufenden Kosten zählen die Grundsteuer, Versicherung, Abwasser usw. Das heißt, dass Sie alle Aufwendungen absetzen können. Ebenfalls die Aufwendungen die Sie über die Nebenkostenabrechnung in Rechnung stellen. Das ist möglich, soweit Sie diese vorher als Einnahmen erfasst haben.

Beachten Sie, dass auch Sie das Büromaterial und die Telefonrechnung ansetzen können. In diesem Fall ist auch eine pauschale von je bis zu 120 € möglich.

Zinsen

SteuertippWenn Sie eine Immobilie finanzieren und gleichzeitig noch die Steuerbelastung drücken wollen, sollten Sie Zinsen Vorauszahlen. Das ist über Damnum bzw. Disagio möglich. Sie zahlen hierdurch Zinsen für ein Darlehen voraus.

Jedoch sollten Sie aufpassen. Die Vorauszahlung darf den Zeitraum von fünf Jahren nicht überschreiten. Des Weiteren müssen die Vorausbezahlten Zinsen angemessen sein. Ansonsten droht eine Verteilung auf die einzelnen Jahre.

Plausibel?

Bedenken Sie aber, dass Sie auch hier die Strategie der Problemvermeidung nutzen sollten. Werbungskosten können nur soweit und solange uneingeschränkt bzw. ohne Nachfrage abgezogen werden, wenn diese plausibel sind.

Vor allem bei übermäßigem Abzug von Pauschalen werden Sie Probleme bekommen. Diese Probleme wirken sich dann aber in Zukunft auf Ihre gesamte Steuererklärung aus. Das heißt, dass Sie nur Werbungskosten und Pauschalen ansetzen dürfen, welche wirklich entstanden sind.

Sonstige Anträge / Hinweise

Vergessen Sie niemals die Abschreibung. Diese wirkt sich in der privaten Einkommensteuererklärung mit 2 % aus. In früheren Jahren kann es zu einer Abweichenden Abschreibung kommen.

Auch für Vermieter gilt es die richtigen Anträge zu stellen. Diese können Sie wie ein Arbeitnehmer oder Unternehmer nutzen.

Beachten Sie auch die Sondervorschriften für Denkmalgeschützte Objekte und die Steuerfreiheit bei Verkauf nach 10 Jahren.

Auf diese Weise können Sie als Vermieter bei der Einkommensteuererklärung erheblich Steuern sparen.

Buchempfehlungen!

Bücher für finanzielle Bildung!

YouTube-Empfehlung:

Steuern mit Kopf

Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.

Checkliste für die Steuererklärung 2016

Die Checkliste für die Steuererklärung zeigt welche Unterlagen Sie für die Steuererklärung benötigen. Aber auch, welche Anlagen Sie bereit halten sollten. Die nachfolgenden Nachweise werden von Ihnen nur noch bedingt benötigt, aber Sie sollten sie in Griffweite haben.

Checkliste für die Steuererklärung

Dieser Eintrag behandelt die Frage „Welche Unterlagen brauche ich für die Steuererklärung“? Egal ob für die Steuererklärung 2012. 2013, 2014, 2015 oder 2016. Die Unterlagen die man braucht bleiben dieselben. Daher ein kleiner Überblick über die gängigsten Nachweise.

Mantelbogen

Der Mantelbogen oder auch bekannt als ESt1A ist das Adressfeld. Hier werden die Grundsätzlichen persönlichen Verhältnisse abgefragt. Das beginnt bei Namen, Adresse geht über die Kirchensteuer und behandelt auch die Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Handwerkerleistungen. Auf Seite 1 werden meist keine Nachweise benötigt, da sich diese Daten meist nicht häufig ändern.

Sonderausgaben

Sie benötigen für die Sonderausgaben meistens nicht viele Belege. Die gezahlte oder erstattete Kirchensteuer wird zum Beispiel übermittelt. Sie sollten aber die Daten immer abgleichen. Interessanter sind bei den Sonderausgaben die Spenden. Hier gilt eine Nichtbeanstandungsgrenze von etwa 150 €. Erst darüber müssen Belege für Spenden eingereicht werden. Eine Abweichung kann jedoch stattfinden, wenn das Verhältnis Spenden zu Einkommen nicht passt.

Weitere Sonderausgaben wären Schulgeld, Kinderbetreuungskosten und andere Sonderausgaben. Sie sollten einen Nachweis über Zahlung und Zahlungszeitpunkt mitschicken. Hierfür reicht ein Kontoauszug aus. Ebenfalls unter die Sonderausgaben fallen die Ausgaben für die Altersversorgung.

Haushaltsnahe Dienstleistung und Handwerker

Sie sollten jeden Beleg zu den Haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen einreichen. Das heißt Rechnungen der Handwerker, die Nebenkostenabrechnung und Verträge mit Dienstleistern. Sie sollte nicht vergessen, dass Sie auch die Kosten für den Gärtner und den Dienst für das Schneeräumen absetzen können.

Die Handwerkerleistungen wirken sich aber nur durch die Arbeitszeit aus. Das Material hat bei der Einkommensteuer keine Auswirkung. Der Abzug ist auf 20 % maximal 1.200 € begrenzt.

außergewöhnliche Belastungen

Bei den außergewöhnlichen Belastungen müssen Sie zuerst die zumutbare Belastung überschreiten. Erst ab diesem Zeitpunkt wirken sich Krankheitskosten aus. Bei den Krankheitskosten müssen Sie immer die Belege mit einreichen. Das heißt, hier muss jeder einzelne Zettel der Apotheke mitgeschickt werden.

Bei den außergewöhnlichen Belastungen wirken sich also Medikamente, die Kosten für eine Brille und Kontaktlinsen aus. Nicht unter den Abzug fallen die Kosten die von einer Krankenkasse erstattet wurden. Das heißt nur die Selbstbeteiligung wirkt sich aus.

Ein gesonderter Nachweis empfiehlt sich auch für die auswärtige Unterbringung eines Kindes. Hier sollte sowohl der Nachweis über die Ausbildung als auch die Unterbringung eingereicht werden.

Sollten Sie, Ihr Partner oder Ihr Kind eine Behinderung haben, dann wäre ebenfalls der Behindertenausweis mit einzureichen. Der Abzug beträgt von 310 € bis 1.420 €. In schweren Fällen bis zu 3.700 €.

Vorsorgeaufwendungen

Die Vorsorgeaufwendungen sind das Spielfeld der Versicherungen. Ein Argument im Verkauf ist das Steuern sparen mit Versicherungen. Das ist in den meisten Fällen völliger Humbug. Die Sonderausgaben sind beschränkt auf 1.900 € bzw. 2.800 €. In den häufigsten Fällen wirken sich nur Krankenversicherung und Pflegeversicherung aus. Der Rest bleibt unberücksichtigt.

Sollte es sich doch auswirken, benötigen Sie die Bescheinigungen der jeweiligen Versicherungen. Das wären dann Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Haftpflichtversicherung, Rentenversicherung. Sie können Vollkasko, Hausrats- und Rechtsschutzversicherung meistens nicht geltend machen.

Anlage Kind – Kinder und Familie

Die Anlage Kind sollten Sie immer sehr sorgsam und bedacht ausfüllen. Hier versteckt sich Steuersparpotenzial. Um hier zu sparen, sollten Sie jede Zeile genau lesen.

Die gängigsten Belege betreffen das Kindergeld oder bestimmte Zuschüsse. Aber auch im Falle des Unterhalts sollten die Zahlungen nachgewiesen werden. Dies gilt für Kinderbetreuungskosten und Schulgeld. Schicken Sie immer eine Aufstellung der Ausgaben mit. Damit können Sie unnötige Nachfragen verhindern. Sie können so gewährleisten, dass nicht abziehbare Kosten wie Verpflegung und Unterkunft angesetzt werden. Mehr Tipps zu Kindern finden Sie hier (Steuern sparen als Familie) oder auch hier (Kinder im Steuerrecht).

Gewerbe und Selbstständige

Für die gewerbliche Tätigkeit oder die Selbstständigkeit benötigen Sie meist keine Unterlagen. Sie benötigen aber die Anlage EÜR. Manchmal müssen Sie auch eine gesonderte Gewinnermittlung nachreichen. Eine Bilanz muss hingegen immer mit eingereicht werden. In Zukunft müssen Sie diese elektronisch übermitteln.

Anlage N – Lohn und Gehalt

Damit Ihre Erstattung stimmt, wird von Ihnen die Lohnsteuerbescheinigung benötigt. Auf der Lohnsteuerbescheinigung finden sich alle wichtigen Informationen zur Lohnsteuer.

Auch wenn ab 2017 die Belege nicht mehr benötigt werden, sollte man sie trotzdem immer mitschicken. Der Vorteil ist, dass man Nachfragen vermeidet. Jede Nachfrage kostet Zeit und nervt den Finanzbeamten. Wenn man mit der Steuererklärung alle Werbungskosten und Belege einreicht, dann stimmt das Gesamtbild. Steuern sparen als Arbeitnehmer, hier geht es weiter!

Arbeitszimmer

Wenn Sie über ein Arbeitszimmer verfügen, dann sollten Sie alle Ausgaben notieren. Das Finanzamt verlangt hier regelmäßig alle Daten. Wichtig sind Grundriss der Wohnung, Mietvertrag und Nebenkostenabrechnungen. Nur so können Sie Rückfragen vermeiden.

Anlage KAP – Kapitalerträge

Für die Kapitalerträge benötigen Sie lediglich den Nachweis der Bank, dass Kapitalertragsteuer einbehalten wurde. Diese Information erhalten Sie über die Steuerbescheinigung. Nur so können Sie die Kapitalertragsteuer anrechnen lassen. In den meisten Fällen müssen Sie dies aber beantragen. Viele Broker und Banken schicken diese nicht mehr freiwillig an Sie.

Sollten Sie Kapitalerträge ohne Steuereinbehalt haben, reicht im Normalfall die Höhe aus. Nur in besonderen Fällen werden Darlehensverträge oder besondere Aufstellungen gefordert. Das kann vorkommen, wenn Sie Darlehen an nahe Angehörige vergeben.

Anlage V – Vermietung und Verpachtung

Für die Vermietung gibt es unzählige Belege. Sollten Sie Vermieter sein, dann empfiehlt es sich jeden Beleg aufzuheben. Darunter fallen auch Kleinstbeträge. Des Weiteren sollten Sie selbst Nachweise führen.

Die gängigsten Belege sind aber Notarverträge, Mietverträge und Darlehensverträge. Häufig angefordert wird der Nachweis über Schuldzinsen. Sie sollten aber auch Reparaturkosten mit einreichen. Steuern sparen als Vermieter, hier geht es weiter.

Vorsicht: Es gilt jedoch vorsichtig zu sein. Nicht jede Renovierung und Reparatur kann sofort als Werbungskosten abgezogen werden. Sollten Sie innerhalb von drei Jahren 15 % der Anschaffungskosten überschreiten, kann es teuer werden. Die Kosten würden dann als nachträgliche Anschaffungskosten erfasst werden. Das heißt, dass die Abschreibung über 50 Jahre erfolgt. Anstatt des vollen Abzugs erhalten Sie nur 2 %.

Anlage R – Renten

Hier reicht im Normalfall der Rentenbescheid aus. Diesen erhalten Sie jährlich mit den jeweiligen Erhöhungen. Sie müssen den Rentenbescheid nicht mehr einreichen, da die Daten ebenfalls übermittelt werden. Sollten Sie erhebliche Werbungskosten haben, dann sollten Sie diese Belege auch mit einreichen. Der Freibetrag beträgt bei Renten aktuell 102,00 €.

Sonstige Belege

Es gibt natürlich je nach Sonderfall weitere Belege. Diese treten aber nicht so häufig auf. Um es einfach zu Handhaben sollten Sie alle Belege mit größeren Beträgen einreichen. Vor allem bei Urkunden von Notar oder Ämtern sind wichtig. Diese Dokumente gelten als Bestätigung.

Es kann aber auch immer wieder vorkommen, dass Belege angefordert oder nicht angefordert werden. In manchen Fällen reicht eine Steuererklärung ohne Belege und Nachweise aus. In anderen Fällen will der Finanzbeamte jeden einzelnen Beleg haben. Die oben genannte Liste ist pauschal und basiert auf der persönlichen praktischen Erfahrung.

Die einfachste Methode ist, dass Sie die Belege alle sammeln. Diese Belege können Sie dann dem Steuerberater übergeben. Der Steuerberater kann dann die nötigen Belege herausfiltern.

Weitergehende Checklisten finden Sie auf meiner Homepage für Arbeitnehmer, Mieter, Unternehmer, Familie und Vermieter. Mein Beitrag über die richtige Abgabe der Steuererklärung kann für Sie auch interessant sein.

Wenn Sie schnell berechnen wollen, ob sich die Abgabe der Steuererklärung lohnt, eignet sich der Schnellrechner von smartsteuer.

AUFBEWAHRUNG:

Grundsätzlich besteht für private Unterlagen eine Aufbewahrungsfrist von 2 Jahren. Aufgrund der steuerlichen Eigenheiten empfehlen ich meinen Mandanten Unterlagen mindestens 13 Jahre aufzubewahren. Denken Sie daran in den meisten Fällen sind Sie in der Nachweispflicht.

Das gilt auch bei eventueller oder vorgeworfener Steuerhinterziehung. Aber alles was Sie nachweisen können, kann Ihnen nicht schaden.

Buchempfehlungen!

Bücher für finanzielle Bildung!

YouTube-Empfehlung:

Steuern mit Kopf

Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.

Steuern sparen als Mieter! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Mieter ist für manche möglich. Die Sparmöglichkeiten sind zwar nicht so umfangreich, aber es ist möglich. Welche Steuertipps es für Mieter gibt, erfährst Du in diesem Artikel.

Steuern sparen als Mieter!

Miete

In vielen Regionen sind die Mieten erheblich gestiegen. Die Mietpreisbremse wirkt nur wenig. Wie kann man also mit der Miete Steuern sparen? Eine Möglichkeit wäre es, dass man ein Arbeitszimmer einrichtet. Sofern Du das Arbeitszimmer benötigst. In diesem Fall kann man dann die Anteilige Miete steuerlich geltend machen. Hier ist die Abzugsmöglichkeit aber auf einen abgeschlossenen Raum begrenzt.

Diese Sparmöglichkeit gilt für Arbeitnehmer, die auch von Zuhause aus arbeiten. Für Gewerbetreibende ist der Fall etwas einfacher. In der Gründungsphase haben die meisten kein Büro. Aus diesem Grund können Sie die Kosten unter einfacheren Bedingungen ansetzen.

Nebenkosten

Sollte man wie oben, ein Arbeitszimmer ansetzen können, dann ist auch der Teil der Nebenkosten absetzbar. In den Nebenkosten verstecken sich aber weitere Kosten, die man steuerlich geltend machen kann.

Es handelt sich dabei um die Haushaltsnahen Dienstleistungen bzw. Handwerkerleistungen. Diese Kosten sind in der jährlichen Nebenkostenabrechnung aufgeführt. Einige dieser Aufwendungen können zum Beispiel der Hausmeister, Gärtner oder Schneedienst sein.  In der Nebenkostenabrechnung sollten daher die Stunden aufgezeichnet sein.

Diese Kosten haben eine direkte Auswirkung auf das zu versteuernde Einkommen. Die Auswirkung beschränkt sich aber auf 20 % maximal 1.200 €.

Weitere Dienstleistung

Des Weiteren können Sie, als Mieter, Handwerkerleistungen ansetzen, welche direkt ausgeführt werden. Dazu zählt auch die Reparatur der Waschmaschine, das Streichen der Wände und das Aufstellen der Möbel. Es können aber lediglich die Arbeitszeit geltend gemacht werden. Nicht darunter fallen die Kosten für  Materialien.

Hierunter fallen also der Maler, der Handwerker, der Monteur und der Gärtner. Diese müssen die Stunden gesondert ausweisen. Dann können Sie diese steuerlich geltend machen. Man kann somit auch bei den IKEA-Möbel, die man nicht selbst aufbaut, noch etwas sparen.

Buchempfehlungen!

Bücher für finanzielle Bildung!

YouTube-Empfehlung:

Steuern mit Kopf

Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.