Steuern sparen als Freiberufler! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Freiberufler – Freiberufler sind eine Sonderform der Unternehmer. Sie sind auch bekannt als die Katalogberufe. Diese Katalogberufe zeichnen sich durch einen gewissen Bildungsgrad aber auch durch wissenschaftliche oder künstlerische Fähigkeiten aus.

Steuern sparen als Freiberufler

Die bekanntesten Katalogberufe sind Ärzte, Autoren, Rechtsanwälte und Steuerberater. Bei diesen Berufen steht die Tätigkeit im Vordergrund und nicht das gewerbliche bzw. das Unternehmertum. Selbstständige nach § 18 EStG unterliegen zudem nicht der Gewerbesteuer.

Aber an welcher Stelle können Freiberufler noch Steuern sparen? Im Großen und Ganzen besteht hier Ähnlichkeit zum Gewerbetreibenden / Unternehmer, es gibt jedoch kleine Abweichungen.

Einkommensteuervorauszahlungen

Auch Freiberufler sollten das Thema Liquidität immer im Auge behalten. Aus diesem Grund sollten auch Freiberufler die Einkommensteuervorauszahlungen ständig überwachen und wenn nötig laufend anpassen. Die Anpassungen können beliebig vorgenommen werden. Die Vorauszahlungen sind immer vierteljährlich fällig.

Einnahmenüberschussrechnung

Als Freiberufler kommt man nie in die Pflicht eine Bilanz aufzustellen. Das heißt, Sie können unabhängig der Einnahmen und des Gewinns eine Einnahmenüberschussrechnung einreichen. Der Vorteil dieser Gewinnermittlungsart ist, dass Sie nur versteuern müssen, was Sie auch wirklich erhalten haben.

Bei der so genannten 4 (3) – Rechnung gilt das Zufluss- / Abflussprinzip. Für Sie sind deshalb nur Geldflüsse interessant. Geschriebene Rechnungen hingegen haben keine Auswirkung auf den Gewinn.

Umsatzsteuer

Steuertipp – Sie sollten auch immer den Antrag auf Ist-Besteuerung in der Umsatzsteuer stellen. Auch hier besteht der Vorteil, dass Sie nur Umsatzsteuer abführen müssen, wenn Sie das Geld erhalten haben. Beachten Sie, dass auch Freiberufler die Kleinunternehmerregelung wählen können.

Krankenversicherung

Steuertipp– In den meisten Fällen wirken sich Versicherungen nicht aus, diese sind auf 2.800 € begrenzt sind. Eine Ausnahme stellen gezahlte Krankenversicherungsbeiträge dar. Diese wirken sich immer in voller Höhe aus. Damit Sie also eine steuerliche Wirkung erzielen, sollten Sie folgende Taktik verfolgen.

In Jahren in denen eine hohe Steuerbelastung entsteht, können Sie Krankenversicherungsbeiträge Vorauszahlen. Damit senken Sie die Steuerbelastung. Es ist jedoch Vorsicht geboten. Die Vorauszahlungen dürfen das 2,5-Fache des Jahresbetrags nicht übersteigen. Ansonsten wird die Vorauszahlung steuerlich nicht anerkannt.

Verpflegungsmehraufwendungen

Wenn sie als Freiberufler auswärts unterwegs sind, dann sollten auch Sie die Verpflegungsmehraufwendungen nicht vergessen. Als Freiberufler haben Sie Anspruch auf 12 € ab 8 Stunden Auswärtstätigkeit. Bei Mehrtägigen Reisen haben Sie für An- und Abreisetagen Anspruch auf 12 € und für volle Tage zwischen An- und Abreisetag auf 24 €.

Fahrtkosten

Viele Freiberufler sind froh, wenn Sie Ihr KFZ von der Steuer absetzen können. Das kann von Vorteil sein, muss es aber nicht. Hier sollten Sie immer eine Vergleichsrechnung vornehmen.

An erster Stelle, vergessen Sie das Fahrtenbuch. In der Praxis ist es ein Mythos. Das liegt daran, dass kein Fahrtenbuch ordnungsgemäß ist. Aus diesem Grund bleibt Ihnen entweder die 1 % -Regel oder die Abrechnung mit der Pauschale. Die Pauschale beläuft sich auf 30 Cent und kann bei Reisen je Fahrtkilometer angesetzt werden. Bei Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte nur für die Entfernungskilometer.

Internet und Telefon

Freiberufler leben meistens von Internet und Telefon. Es ist jedoch oft schwierig zwischen dem privaten Anteil der Rechnung und dem beruflichen zu unterscheiden. Aus diesem Grund kann man auch hier pauschalen ansetzen.

In der Praxis hat es sich bewährt, dass 20 % der Rechnungsbeträge maximal jedoch 20 € pro Monat als private Nutzung angesetzt werden können. Dieser Nutzungsanteil kann als Einnahme erfasst werden. Sollte sich nachweislich eine andere Aufteilung ergeben, kann auch diese angesetzt werden.

Arbeitszimmer

Viele Freiberufler arbeiten in der Gründungszeit von Zuhause. Andere haben selbst nach Jahren noch ein gesondertes Büro in den eigenen vier Wänden. Sie können daher auch ebenfalls wie Arbeitnehmer, Unternehmer und Vermieter ein Arbeitszimmer ansetzen.

Sollte ein Arbeitszimmer vorliegen, dann können Sie dieses steuerlich als Betriebsausgaben ansetzen. Die Betriebsausgaben umfassen Mieter, Nebenkosten und sonstige Gebühren. Sollte es sich bei der Wohnung um die eigene handeln, müssen Sie aber aufpassen. Sie können zwar auf der einen Seite alle Kosten anteilig ansetzen. Auf der anderen Seite wird dieser Teil jedoch Betriebsvermögen.

Das hat den Nachteil, dass ein späterer Verkaufserlös steuerpflichtig ist. Die steuerpflichtig liegt auch dann vor, wenn die Spekulationsfrist abgelaufen ist.

Investitionsabzugsbetrag (IAB)

Mit dem Investitionsabzugsbetrag erhalten Sie in Tool, welches es Ihnen ermöglicht Liquidität zu schaffen. Der Vorteil ist, dass Sie diese Liquidität sinnvoll in Anschaffungen für Anlagevermögen umwandeln können.

Die Sonderabschreibung ist bis zu 40 % der geschätzten Anschaffungskosten möglich. Die Anschaffung muss spätestens im folgenden Jahr der Rücklagenbildung wieder abgezogen werden.

Der IAB ist bei Freiberuflern möglich, die einen Gewinn bis zu 100.000 € haben. Der IAB darf auch hier insgesamt 200.000 € nicht übersteigen.

Mittelstands-Sonderabschreibung

Zusätzlich zum IAB haben Sie auch noch die Möglichkeit der Mittelstands-Sonderabschreibung. Die Mittelstands-Sonderabschreibung ist bis zu 20 % der Anschaffungskosten möglich. Sie können die Mittelstands-Sonderabschreibung entweder im Jahr der Anschaffung oder in den folgenden vier Jahren abziehen. Der Anspruch auf die Mittelstands-Sonderabschreibung besteht, wenn Sie Anspruch auf den IAB haben.

Durch die geschickte Kombination von IAB und Mittelstands-Sonderabschreibung haben Sie somit sofort ein Volumen 60 % Sonderabschreibung. Der Nachteil ist, dass Sie langfristig weniger Abschreibung haben.

6c-Rücklage

Gewerbetreibende haben die Möglichkeit der 6b-Rücklage. Für Freiberufler gibt es die 6c-Rücklage. Im Grunde gibt es keine Unterschiede. Der einzige Unterschied ist, dass die 6c-Rücklage nur für Steuerpflichtige möglich ist, die einen Einnahmenüberschussrechnung erstellen. Die 6c-Rücklage kann zu Anwendung kommen, wenn Sie Anlagevermögen wie Grund und Boden, Gebäude oder Beteiligungen verkaufen.

Die Voraussetzungen sind, dass sich das Wirtschaftsgut mindestens sechs Jahre als Anlagevermögen im Betriebsvermögen befindet. Des Weiteren muss es sich im Inland befinden und die Gewinnermittlungsart gemäß § 4 (3) EStG erfolgen.

Der Nachteil ist, dass eine Investition in ein ähnliches Wirtschaftsgut innerhalb von vier Jahren erfolgen muss.

Rücklage für Ersatzbeschaffung

Die Rücklage für Ersatzbeschaffung ist möglich, wenn ein Wirtschaftsgut zerstört wurde oder eine Enteignung erfolgt ist oder angedroht wird.

Abschreibung

Als Freiberufler sollten Sie auch nie Ihr Anlagevermögen vergessen. Vor allem bei kleinen Anschaffungen besteht hier die Möglichkeit, dass Sie erhebliche Steuern sparen können. Damit Sie Steuern sparen als Freiberufler sollten Sie auch die GWG und den Sammelposten im Auge behalten.

Ein GWG liegt dann vor, wenn Sie bewegliches Wirtschaftsgut des Anlagevermögens haben. Dieses muss zusätzlich selbstständig nutzbar sein und im Wert unter 410 € Netto (Kleinunternehmer Brutto). Dann ist eine Sofortabschreibung möglich.

Die Alternative wäre der Sammelposten, wenn die Mehrzahl der Wirtschaftsgüter zwischen 150 € und 1.000 € liegt. Dann erfolgt die Abschreibung über 5 Jahre.

Werbung

Die Werbung ist Ihr bester Freund. Als Freiberufler ist Ihr Name Ihre Marke! Diese sollten Sie fördern und pflegen. Meines Erachtens ist die Werbung, sofern sie sinnvoll ist, die beste Betriebsausgabe. Durch die Werbung mindern Sie den Gewinn, aber schaffen durch Bekanntheit und neue Kunden mehr Umsatz. Langfristig können Sie mit gezielter Werbung über AdWords, Facebook oder Bing den Gewinn am besten steuern.

Steuersatz

Das Ziel sollte aber nicht Steuer gleich Null sein. Sie sollten sich eine gleichmäßige Besteuerung vornehmen. Dadurch schaffen Sie langfristig die beste Situation für sich. Durch die Progression in unserem Steuersystem können auch schon kleine Veränderungen viel ausmachen.

Es ist daher zu empfehlen, Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gleichmäßig zu verteilen. Auf diese Weise haben Sie einen konstanten Cashflow.

Beratung und Planung

Wenn Sie erfolgreich durchstarten wollen, dann sollten Sie immer einen guten Beraterstab um sich haben. Dies betrifft nicht nur steuerliche Aspekte, sondern auch rechtliche und die Finanzierung von Investitionen.

Sie sollten daher in regelmäßigen Abständen Beratungen in Anspruch nehmen. Es sollte dann anhand Ihrer Ziele ein Plan entwickelt werden, wie Sie das beste erreichen. Diese Ziele sollten betriebswirtschaftlich, rechtlich und steuerlich optimal sein.

Es sollten Steuern immer als unvermeidbarer Kostenfaktor berücksichtigt werden. Es geht nicht immer darum Steuern zu sparen. Auch sinnvolle Investitionen sind entscheidend. Denn nur wer Gewinne erzielt muss auch Steuern zahlen. Wer keine Gewinne erzielt kann auch keine Steuern sparen. Zwangsläufig endet das irgendwann in der Insolvenz.

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Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.

Steuern sparen aber wie?

Steuern sparen aber wie? –  Neben den richtigen Tipps für die Erklärung, sollte man sich auch Gedanken über die Art der Abgabe machen. Es stellt sich dadurch immer die Frage mit oder ohne Steuerberater?

Steuern sparen aber wie?

Es gibt heutzutage einige Möglichkeiten die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben. Zum einen gibt es die Möglichkeit über Elster oder über eine externe Software. Es gibt aber auch die Möglichkeit die Steuererklärung über einen Steuerberater anfertigen zu lassen. Doch welche Vorteile und Nachteile bietet der Steuerberater oder Elster?

Steuererklärung (offline)

Früher war man gezwungen die Steuererklärung per Hand abzugeben. Heute ist das zwar nicht mehr notwendig, aber teilweise noch möglich. Einige Finanzbeamte bestehen aber auf die Übermittlung per Elster, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen.

Wer will, kann auch heute noch die Steuererklärung per Hand ausfüllen und per Post an das Finanzamt schicken. Der Vorteil ist, dass die Formulare kostenlos von der Homepage des Finanzamts heruntergeladen werden können. Die letzten beiden Jahre können auch beim Finanzamt vor Ort abgeholt werden. Das heißt, dass keine Kosten anfallen. Der Nachteil ist aber, dass keine Hilfestellung vorhanden ist. Man ist also gezwungen sich selbst in das Thema einzulesen. Eine kleine Hilfestellung finden sie hier. Aber auch der KONZ ist eine Möglichkeit hier einfach Steuern zu sparen.

Steuererklärung (Elster)

Von Seiten des Finanzamtes gibt es auch die Möglichkeit die Steuererklärung per Elster einzureichen. Der Vorteil ist, dass es kostenlos ist. Die Unterlagen werden Online an das Finanzamt übermittelt. Damit spart man sich den Papieraufwand. Nur in seltenen Fällen fordert das Finanzamt noch Belege an. Es muss jedoch eine unterschriebene Erklärung an das Finanzamt geschickt werden.

Der Nachteil an Elster ist, dass es keine Steuertipps gibt. Diese Steuertipps können oft mehr Geld Wert sein als die kostenlose Steuererklärung. Im Durchschnitt holt ein Steuerberater bzw. eine Steuersoftware 400 € mehr aus der Steuererklärung als Sie selbst. Das hat das Statistische Bundesamt für die vergangenen Jahre nachgewiesen.

Der Kostenpunkt liegt hier bei 0,00 €.

Steuererklärung (Software)

Wenn man etwas mehr Steuern sparen will, dann sollte man die Steuererklärung mit einer Software erledigen. Die Unterschiede liegen zum einen darin, ob man die Steuersoftware herunterlädt oder ob die Steuererklärung online ausgefüllt werden kann. Es kann aber auch Unterschiede innerhalb der Programme geben.

Zum sofort Starten eignen sich smartsteuer oder Steuertipps, hier kann man die Steuererklärung sofort online ausfüllen und übermitteln. Der Vorteil ist, dass man auch den ein oder anderen Steuertipp erhält. Die Preise für eine Steuererklärung fangen je nach Software bei 30 € (WISO) an.

Unten finden Sie den Schnellrechner von smartsteuer. Mit dem Schnellrechner können Sie schnell und einfach ausrechnen, ob sich die Abgabe lohnt. Als Arbeitnehmer trifft dies oftmals zu, da man Werbungskosten erst nachträglich geltend machen kann.

Kostenpunkt ca. 30,00 €.

Steuererklärung (Steuerberater)

Hier scheiden sich die Geister. Viele raten eine Software zu verwenden. Aber es lohnt sich nicht immer. In einigen Fällen sollte man den Steuerberater aufsuchen. Am besten arbeitet man mit dem Steuerberater, wenn man alle zwei bis vier Jahre einen Steuerberater aufsucht.

Der Steuerberater muss nicht unbedingt die „teuerste“ Lösung sein. Wie auch oben schon erwähnt, kann der Steuerberater besonders auf die persönlichen Verhältnisse eingehen. Diese Möglichkeit hat die Software nicht. Auf diese Weise kann der Steuerberater noch den einen oder anderen Euro mehr heraus holen.

Diese Mehrausgaben können sich aber lohnen, da die Kosten für den Steuerberater als Werbungskosten angesetzt werden. Was sich preislich nur selten lohnt, ist der Lohnsteuerhilfeverein. Man hat hier nur eingeschränkte Möglichkeiten, da diese nicht so umfangreich beraten und beraten dürfen wie ein Steuerberater. Das sollte man immer bedenken.

Kostenpunkt für den Steuerberater nach der Steuerberater-vergütungsverordnung ab 150 €.

Zu raten ist daher die Steuererklärung über eine Software wie smartsteuer oder Steuertipps zu machen und alle zwei bis vier Jahre einen örtlichen Steuerberater aufzusuchen. Das Beratungsgespräch ist günstiger und eignet sich die nächsten Etappen der Lebensplanung abzustecken. Denken Sie immer daran, ein Steuerberater hilft Ihnen sparen. Das kann bei der Familiengründung, Unternehmensgründung oder beim Hausbau sein.

Auf die Frage „Steuern sparen aber wie?“ gibt es noch die Möglichkeit sich hier weiter zu klicken.

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Steuern sparen als Familie! – Die Checkliste!

Steuern sparen als Familie – Vor allem Familien benötigen oft die Steuererleichterungen, die Ihnen der Staat bietet. Kinder sind nicht billig. Das trifft Eltern in den ersten Jahren am stärksten. Aus diesem Grund sollte man die Chancen nutzen um Geld und Steuern zu sparen.

Mit anderen Worten Eltern sollten sich ständig auf dem Laufenden halten. Damit können sich Eltern erhebliche Erleichterungen verschaffen. Wie lassen sich also Steuern sparen als Familie?

Steuern sparen als Familie

Auch für Familien gilt, es müssen aber nicht immer Steuern gespart werden. Eltern sollten auch immer die Liquidität im Auge behalten. Als Eltern oder Elternteil sind Sie jetzt Unternehmer. Ihr Unternehmen heißt Familie. Das bedeutet Planung und Zielsetzung.

Zuschüsse

An erster Stelle, es gibt etwas Geld vom Staat. Das ist zwar nicht viel, aber auch das lohnt sich! Das Kindergeld ist der bekannteste Zuschuss. Dieser ist gestaffelt. Für das erste und zweite Kind gibt es in 2016 190 € und in 2017 192 €. Wenn das dritte Kind auf die Welt kommt erhalten Sie in 2016 196 € und in 2017 198 €. Eine weitere Erhöhung erhalten Sie für das vierte und jedes weitere Kind. In 2016 erhalten Sie 221 € und in 2017 223 €.

Kein direkter Geldzuschuss aber eine Sparmöglichkeit sind der Kinderfreibetrag und der Betreuungsfreibetrag. Der Kinderfreibetrag beläuft sich in 2016 auf 4.512 € für beide Eltern und in 2017 auf 4.716 €. Der Betreuungsfreibetrag beläuft sich sowohl in 2016 als auch 2017 auf 2.640 €.

Für Alleinerziehende gibt es noch den Entlastungsbetrag. Dieser beläuft sich auf 1.908 € für das erste Kind. Für jedes weitere Kind besteht ein Anspruch in Höhe von 240 € pro Jahr.

Kinderbetreuungskosten

Die Kinderbetreuungskosten haben im Bereich Sonderausgaben schon eine etwas höhere Auswirkung. Diese Kosten können von Ihnen bis zu zwei Drittel aber maximal 4.000 € abgesetzt werden. Das heißt, 6.000 € können Sie an Rechnungen einreichen. Unter die Kinderbetreuungskosten fallen sowohl Nanny als auch Ihre Au-pair.

Haushaltsnahe Dienstleistung

Eine Nanny ist nicht günstig. Das hindert Sie aber auch nicht weiter Steuern zu sparen. Bei 6.000 € muss nicht Schluss sein. Wenn die Nanny auch Haushaltstätigkeiten ausführt, können Sie diesen Anteil ebenfalls geltend machen. Der Abzug beläuft sich auf 20 % der Kosten maximal 4.000 €. Das heißt, das Steuern sparen endet bei 20.000 €.

Schulgeld

Die nächste Steuersparmöglichkeit ist das Schulgeld. Schulgeld ist absetzbar in Höhe von 30 % maximal 5.000 €. Unter das Schulgeld fallen jedoch nur die Kosten für Unterricht und die Schule. Nicht unter das Schulgeld fallen die Kosten für Unterbringung und Verpflegung.

Vorsorgeaufwendungen

Sollte das Kind dann irgendwann in der Ausbildung sein, dann können die Aufwendungen für Basiskranken- und Basispflegeversicherung abgesetzt werden. Dies ist in der Steuererklärung der Eltern möglich.

außergewöhnliche Belastungen

Wenn das Kind zur Ausbildung das Zuhause verlässt, dann können hier 924 € als Entschädigung angesetzt werden. Die Voraussetzung ist, dass das Kind 18 Jahre alt ist, in Ausbildung und auswärtig untergebracht.

Nicht zu vergessen sind die Krankheitskosten. Kinder mindern die zumutbare Belastung zwischen 1 % bis 4 %. Das heißt, Kosten die Sie für Medikamente aufwenden, können steuerlichen schneller ein Wirkung entfalten.

Übertragung des Pauschbetrags für Behinderte Kinder

Im Falle einer Behinderung des Kindes, kann der Pauschbetrag für Behinderte auf die Eltern übertragen werden. Der Pauschbetrag ist an den Grad der Behinderung gekoppelt. Die Entlastung beläuft sich auf 310 € bis 1.420 € und in besonderen Fällen auf 3.700 €.

Familienunternehmern

Wenn ein Ehegatte Unternehmer ist und der Rest der Familie gelegentlich aushilft, dann sollten Sie über eine Anstellung nachdenken. Bei Ehegatten führt die Anstellung als Mini-Jobber zum vollen Betriebsausgabenabzug. Eine Hinzurechnung als Einkünfte aus Nichtselbständiger Arbeit unterbleibt. Somit können Sie den Gewinn um ca. 5.400 € pro Jahr drücken. Auf diese Weise erhöht sich das zu versteuernde Einkommen nicht.

Die Hilfe eines Kindes können Sie höher vergüten. Das liegt daran, dass Ihre Kinder nicht in Ihrer Steuererklärung erfasst werden. Kinder haben meist  keine bis geringe Einkünfte. Aus diesem Grund ist der Steuersatz Ihrer Kinder wesentlich geringer. Auf diesem Weg können Sie die Mithilfe Ihrer Kinder honorieren und steuerlicher sinnvoll Vermögen übertragen.

Steuerfrei bleiben die Einkünfte bis zu 9.569 €. Erst bei Überschreiten des Grundfreibetrags, Werbungskostenpauschbetrags und des Sonderausgabenpauschbetrags fällt Steuer an.

Weitergehende Informationen erhalten Sie zum Thema Mini-Job auf der Seite der Mini-Job-Zentrale.

Steuerklasse

Familien sollten daher auch immer prüfen, welche Steuerklassenkombination die günstigere ist. Es muss aber nicht jedes Jahr gleich sein. Der Antrag auf Wechsel der Steuerklasse muss von Ihnen bis zum 30.11. gestellt werden.

Im Normalfall haben Ehegatten die Steuerklassenkombination von 4 / 4. Jedoch kann es bei einem stark abweichenden Verhältnis der Einkünfte vorteilhaft sein, die Steuerklasse zu wechseln. Die Steuerklasse 3 / 5 eignet sich dann, wenn das Verhältnis der Einkünfte ca. bei 60 : 40 liegt.

Lohnsteuerermäßigungsantrag

Das wichtigste Tool ist aber der Lohnsteuerermäßigungsantrag. Dieses Tool sollten Familien nutzen. Sie stärken damit nachhaltig die Liquidität. Der Antrag muss genau wie der Wechsel der Steuerklasse bis zum 30.11. gestellt werden. Dies lohnt sich, wenn mit einer Erstattung zu rechnen ist.

Zusammen oder einzeln?

Nicht immer ist die Zusammenveranlagung die günstigere Variante. In manchen Fällen kann es vorkommen, dass eine Einzelveranlagung für Ehegatten günstiger ist. Auf diese Weise lassen sich erhebliche Steuern sparen als Familie. Dieses Wahlrecht steht jährlich zur Verfügung. Das Wahlrecht kann von Ihnen mit der Steuererklärung ausgeübt werden. Man ist nur ein Jahr gebunden.

Schenkung von Vermögen

Das wichtigste ist, die frühzeitige Planung. Kinder haben meistens einen weitaus geringeren Steuersatz als deren Eltern. Aus diesem Grund sollte man darüber nachdenken, gewinnbringende Vermögen auf die Kinder zu Übertragen. Das hat sowohl Vorteile in der Erbschaftsteuer als auch in der Einkommensteuer.

Die Auswirkungen in der Einkommensteuer sind über einen längeren Horizont meist wichtiger. Diese sollten Sie aber nicht außer Acht lassen. Eltern und Großeltern sollten daher frühzeitig überlegen, Vermögen auf die Kinder oder Enkel zu Übertragen. Neben dem Übertrag von Geldvermögen sollten Sie auch den Übertrag von Aktien, Bargeld und anderen Vermögen in Betracht ziehen. Eine Übertragung auf die eigenen Kinder ist bis zu 400.000 € steuerfrei. Auf diese Weise lassen sich erheblich Steuern sparen als Familie.

Erzielen die Kinder dann Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sind diese diese bis zum erreichen des Grundfreibetrages steuerfrei. Auf diese Weise können Sie bis zu 10.000 € pro Jahr und pro Kind an Einkommensteuer sparen.

In diesem Fall empfehle ich Ihnen den Kontakt mit einem Steuerberater oder Rechtsanwalt aufzunehmen. Vor allem dann, wenn Sie über größere Vermögen verfügen. Als Einstieg eignet sich, die unterschiedlichste Literatur. Erben, vererben und vermachen bietet Ihnen einen guten Überblick.

Empfehlung

Wenn Sie weiter Geld und Steuern sparen wollen, dann sollten Sie sich auf dem Laufenden halten. Hierzu gibt es weitere Literatur und Blogs. Nachfolgend finden Sie eine kleine Auflistung.

Steuererklärung

Das wichtigste ist aber, geben Sie eine Steuererklärung ab. Nur mit einer Steuererklärung können Sie auch Steuern sparen. Ich kann Ihnen für die Abgabe der Steuererklärung 2016 Steuertipps und smartsteuer empfehlen.

Spardirsteuern.de

Als Eltern können Sie nicht nur mit der Familie Steuern sparen. Sie sind auch Arbeitnehmer oder Unternehmer. Auch als Mieter können Sie Steuern sparen. All diese Aspekte sollten Sie im Blick behalten.

Finanzgeflüster

Auf der Homepage Finanzgeflüster.de erhalten Sie weitere Informationen zum Thema „Kinder im Steuerrecht„. Sie erhalten dort auch weitere Informationen zum Thema Erben und Schenken und Steuerklassen. Ebenfalls für Eltern interessant ist auch das Thema Junior Depot. Damit können Eltern frühzeitig für Ihre Kinder vorsorgen.

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Disclaimer: Der Autor/Sprecher übernimmt keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich im weitest zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Das Video stellt in keiner Art und Weise eine professionelle Steuerberatung dar und ersetzt diese auch nicht.